
Chronik – Meine ersten 33 Jahre
Hallo zusammen,
wie ihr sicher auf der ersten Seite schon gesehen habt, wurde ich am 29. Februar 1960 in Erlenbach geboren. Damals zählte ich 84 Mitglieder und mein Präsident war Josef Schwab.
Am 20.01.1962 tanzte zum ersten Mal bei meiner Prunk- und Fremdensitzung die wunderschöne Prinzengarde. Diese bestand aus Christa Willinger, Rosa Inderwies, Monika Väth, Gerda Jeßberger, Inge Baumgärtner und Waltraud Hudalla.
Ziemlich genau ein Jahr später fand bei meiner Prunk- und Fremdensitzung der Auftritt des "Balletts der schönen Männer" statt. Dies waren Rudi Fischer, Siegfried Fischer, Helmut Hilbig, Paul Inderwies, Kurt Schneidenbach und Hugo Mereien.
Am 09.02.1964 fand unter meinem damaligen Prinzenpaar Prinz Eustach I. und Prinzessin Thea I. der Faschingszug statt. Die beiden konnten, auf einem in vielen Freizeitstunden erbauten Narrenschiff, den Beifall der Narren entgegennehmen.
Drei Jahre später, an der Generalversammlung im Jahre 1967, übergab mein 1. Präsident Josef Schwab dieses Amt an Hubert Schneider. Im darauf folgenden Jahr war an meiner Prunk- und Fremdensitzung erstmals der amtierende 1. Bürgermeister Josef Liebler als Winzer in der Bütt.
1971 … endlich 11 Jahre alt! Zu diesem Anlass gab es eine Jubiläumssitzung mit Programm der ersten 11 Jahre des Vereins beim "Willi" im Gasthaus "Zur Traube".
Im Jahr darauf, 1972 wurde Josef Schab zu meinem Ehrenpräsidenten ernannt.
In der Session 1973 habe ich es endlich geschafft alle anderen Ortsvereine zu überreden, an meinem Faschingszug teilzunehmen. Dieser fand dann am 26.01.1973 statt und zog jede Menge Zuschauer an.
1974, am 16.02., hielt ich das erste Mal meine Prunksitzung in der Festhalle ab. Damals standen ungefähr 75 meiner Mitglieder auf der Bühne, um meine Ehre zu vertreten und die Zuschauer zu unterhalten.
Im gleichen Jahr wurde ich an der Generalversammlung offiziell in das Vereinsregister eingetragen, durfte mich nun ganz öffentliche ECV 1960 e.V. nennen und war erwachsen. Gleichzeitig trat ich auch der Föderation Europäischer Narren (FEN) bei.
An der Prunk- und Fremdensitzung ein Jahr später am 01.02.1975, wurden Manfred Eyrich und Horst Rüttiger mit den ersten Orden "Narr von Europa" ausgezeichnet.
Das Jahr 1976, ein tolles Jahr in meinem Leben. Ich veranstaltete zusammen mit den Vereins-Kollegen aus Homburg und Oberndorf eine Gemeinschaftssitzung in "meiner" Festhalle.
Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Bau meines "Hüttle" an der Festhalle begonnen. Der erste Jahrtag mit Gedenkgottesdienst durch Pfarrer Berg für meine verstorbenen Mitglieder war ein Meilenstein in meiner Geschichte.
Im Jahr darauf, am 10.07.1977, wurde das erste Fußballpokalturnier der Erlenbacher Ortsvereine ausgetragen. Dies fand damals zugunsten des Kindergartens statt und meine Männer holten den ersten Platz und brachten somit den Wanderpokal mit nach Hause.
Am 05.11.1977 war wieder mein Jahrtag. Zu diesem Anlass wurden nach dem Gedenkgottesdienst zum ersten Mal verdiente Mitglieder zu Ehrenmitglieder, oder wie ich sage: Senatoren und Senatorinnen, ernannt. Dies waren Luzia Gretschel, Konstantin Altheimer, Karl Bender, Willi Hermann, Andreas Liebler, Karl Schrepfer und Karl Väth.
1978 schickte ich erstmals meine Nachwuchsgarde auf ein Gardeturnier, zu den Hessischen Meisterschaften im Gardetanz. Über den Erfolg möchte ich nicht gerne sprechen, aber es gibt ein Sprichwort: "Dabei sein ist alles!" oder so ähnlich…! Mechthild sei Dank!
Am Jahrtag 1979, am 10.11., ernannte ich zwei weitere Mitglieder zu Senatorinnen bzw. Senatoren. Dies waren Anna Baumgärtner und Karl Liebler.
Der Prinzenball 1980, ein Highlight in meinem Leben. Es war der erste Auftritt der Kapelle "Kurt Rau" vom Süddeutschen Rundfunk in Erlenbach, aber auch das erste Jahr, in dem Johann Greser mein Sitzungspräsident war.
Im gleichen Jahr gab es ein Fest für meine tüchtigen Helfer, Sie wurden mit Bussen von Erlenbach zur Fechermühle bei Hasloch gekarrt. Von dort aus mussten sie über die Kartause Grünau nach Schollbrunn laufen. Einige, die den Weg "ganz genau" kannten, liefen sogar bis nach Rohrbrunn. Zur Belohnung bekamen alle in Schollbrunn etwas zu Essen und durften anschließend zurück zum Bus laufen.
Am 07.11.1981 eröffnete ich mit dem Gedenkgottesdienst für meine verstorbenen Mitglieder die Jubiläumssession 1981/1982.
Im Zuge dieses Festes, welches unter dem Motto "2 x 11 und viel Helau in Erlenbach beim ECV" stand, weihte ich in einem festlichen Gottesdienst meine Standarte. Meine Fahnenpatin ist Helena Deppisch, mein Patenverein die Rienecker Goikel. Ich ernannte den Bundestagsabgeordneten Alfred Biehle zu einem meiner Senatoren. Die Zeremonie dazu veranstaltete ich direkt in Bonn, der damaligen Bundeshauptstadt. Ich nahm meinen 22sten Geburtstag auch zum Anlass, meinen ehemaligen Präsidenten Hubert Schneider zum Ehrenpräsidenten zu ernennen.
Im Jahr 1983 brillierte meine Jugendgruppe bei ihrem Auftritt mit dem Thema "Das Krankenhaus am Rande der Stadt". Mein Männerballett kam mir spanisch vor.
1984 rief ich unter dem Motto "Herz ist Trumpf" mein allererstes Ballett von 1963/1964 nochmals in ihren Originalkostümen, den "Kittelschürzen", auf die Bühne.
Das Jahr 1985 beschloss ich mit meinem ersten Silvesterball. Die Presse sprach von einem "Bombenerfolg". Das neue Jahr begann für einige mit einer Kneipp-Kur im Karpfenteich. Ein Jahr darauf, 1986 wurde mein Ehrenpräsident Hubert Schneider vom Bund Deutscher Karneval (BDK) geehrt.
Zu Beginn der Session 1987/1988 am 11.11.1987, legte ich den Erlenbacher Gemeinderat in Ketten.
1988 schickte ich die Prominenz als Gondoliere auf die Bühne, mein Motto lautete "Bella Italia".
1998 die zeit meiner "großen" Brautpaare. Neu die Gestaltung des Jahrtages: mein Präsident Manfred Eyrich "predigte" zum Thema "Frohsinn in der Pfarrkirche" und entlastete Ortspfarrer Georg Vogt.
1990 trug ich meinen Teil zur Völkerverständigung bei: ich ernannte die ersten Tiefenthaler zu meinem Prinzenpaar. Dadurch setzte sich in "Deftl" ein bisher unbekannter Name, "Kaufmann", durch.
1991 hatte ich zwar ein Prinzenpaar, aber politische Ereignisse zwangen mich, kein karnevalistisches Treiben zu veranstalten. Ich fand das wäre im Angesicht des Golfkrieges keine gute Idee gewesen. In diesem Jahr übergab Johann Greser das Amt des Sitzungspräsidenten an Dietmar Bitterer.
Dafür ließ ich es im Folgejahr, 1992, wieder richtig krachen. Eine ganze Reihe prominenter Gäste hatten sich bei mir angemeldet. Dazu gehörten Joe Cocker alias Wolfgang Schedel oder Tina Turner alias Berthold Bitterer. Diese ernteten an der Sitzung, in der Dietmar Bitterer durchs Programm führte, Standing Ovations.
Nach im gleichen Jahr schickte ich meine Mädels auf ein Garde- und Showtanzturnier nach Werbach. Dort räumten sie zwei erste und einen zweiten Platz ab und wurden bei Ihrer Rückkehr mit einem roten Teppich empfangen, und das nicht nur symbolisch. Mechthild, Petra und Geli sei Dank.
Ach ja … bevor ich es vergesse: 1992 bekam Manfred Eyrich als erster meiner Narren den "Till von Franken" vom Fassnachtsverband Franken verliehen.
Im Jahr 1993 feierte ich mit Pauken und Trompeten meinen 33jähren Geburtstag. Zu diesem Anlass spielten die "Candys" nach 22 Jahren erstmals wieder in meiner Festhalle zum Tanz auf.
Der Absolute Hammer folgte aber erst zum Kirchweihtanz. Hier brachten die "Earls" bei ihrem Revival das Publikumg zum Kochen und meine Halle zum Beben. Es herrschten Preise wie vor 20 Jahren und ich stellte fest, dass meine Halle einfach zu klein ist. Tausende fanden keinen Platz mehr und tanzten vor der Halle, in den nahe liegenden Radieschen-Beeten. Ein Schwoof der besonderen Art.
Mit diesem Abend schließen meine ersten 33 Jahre. Die letzten 11 Jahre findest du im zweiten Teil meiner Lebensgeschichte.
Chronik II. Teil: Aktuelle Schandtaten und andere Begebenheiten
1994
Ein Jahr nach meinem großen 33. Jubiläum, 1994, trat zum ersten mal meine "Mäusegarde" auf. Zudem versammelten sich fast alle meine Mitglieder zum Vereinsausflug. Dieser führte uns nach Kaltenberg zu den Ritterspielen. In diesem Jahr waren meine Mädels wieder beim Show- und Gardeturnier in Werbach.
Nach langer zeit veranstalteten meine Mitglieder wieder einen Weiberfasching. Hier spielten unsere lokalen Musikgrößen Volker Liebler, Petra Mergler (jetzt Liebler) und Heinz Wiesmann zum Tanz auf.
Die Jubiläumsbühne des Vorjahres, der Ballsaal, wurde auch in diesem Jahr wieder aufgebaut.
1994 waren die Tollitäten Prinz Adolf der I., edler Fürscht vom Unzberg und Prinzessin Waltraud die I., Fürschtin derer vom Reußenberg.
Außerdem besuchten wir die Familie Kaufmann in Tiefenthal, Engelhardt’s waren auch da.
1995
Im Jahre 1995 beendete die damalige Jugendgarde ihre "tänzerische Grundausbildung" bei ihrer Trainerin Mechthild Wiesmann und wurde als Showballett in die Obhut von Petra Hudalla übergeben. Ein großer Tag für Karl-Heinz Gräder. Er wurde mit dem "Till von Franken" ausgezeichnet.
Im selben Jahr habe ich auch zu einem "Show- und Gardeturnier" in Erlenbach eingeladen. Hier fanden sich insgesamt 15 Show- und Tanzgarden sowie 5 Tanzmariechen ein und wurden mit viel Beifall belohnt. (Abmahnung vom FVF! – Berechtigt??)
Zudem konnte ich in diesem Jahr voller Stolz das imposanteste und erste rein platonische Prinzenpaar der Öffentlichkeit und dem Erlenbacher Narrenvolk präsentieren: Prinz Oliver der I. vom Stamme der steuerfressenden Krapfen und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Alexandra die I. aus dem Hause der WILL-igen Bierbrauer.
Tatkräftig unterstützen meine Mitgleider die Renovierung und den Ausbau des Winzerkellers zum "Haus der Vereine" von dem die Balletts und Garden als Trainingsraum heute noch profitieren.
1996
Großen Beifall erhielt Thomas Heilig in diesem Jahr bei seinem Auftritt als eingewanderter Russe, der auf eine witzige und "russische" Art die Erlenbacher Gepflogenheiten in eine amüsante Geschichte verpackte.
Nachdem ich viele Sponsoren gefunden hatte und durch die Ausrichtung der WAREMA-Weihnachtsfeier die finanziellen Mittel gedeckt waren, konnte ich meiner Prinzengarde neue Kostüme spendieren.
"Einmalig" war mein Jahrtag im "Haus der Vereine" (Winzerkeller). Johann Greser wurde für seine Verdienste mit dem "Till von Franken" vom Fastnachtsverband Franken (FVF) ausgezeichent.
Nach dem Faschingszug, der seine sehr feuchte Angelegenheit war, fand in der Festhalle das erste Mal die mittlerweile legendäre "Mini-Playbackshow" satt. Werner Väth sprang für den dienstlich verhinderten Dietmar Bitterer als Sitzungspräsident ein. Über mein närrisches Volk herrschte Prinz Thomas der II., Herrscher über Zementer, und Prinzessin Kerstin die I. vom Stamme der tanzenden Kirchenmäuse, einst Malerin zu Löwenstein.
1997
Mit ihren neuen Kostümen tanzten die Mädels der Prinzengarde auf den Bretern, die die Welt bedeuten, die Bühne der Erlenbacher Festhalle. Dies war festlich als Zirkuszelt dekoriert.
Ich veranstaltete zudem einen Flohmarkt für Jedermann ohne Standgebühr, um "meine" Festhalle außerhalb der Faschingszeit nicht vollkommen brach liegen zu lassen.
Prinz Egbert der I., Fürst der edlen Metalle, und Prizessin René Maria die I., Beherrscherin vom Bürchermeister, war in diesem Jahr mein Prinzenpaar.
Ein Highlight auch in diesem Jahr war der Besuch bei Familie Kaufmann in Tiefenthal.
Engelhardt’s waren diesmal nicht da, dafür Familie Schlötter. Engelhardt’s haben versprochen, das nächste Mal wieder dabei zu sein.
1998
Die Seniorensitzung fand erstmals in der Erlenbacher Festhalle statt. Wie lange ersehnt, erwartet und versprochen, erschienen die ganzen Familien Kaufmann und Engelhardt und demonstrierten Geschlossenheit.
Auch zum ersten Mal schickte ich meine Mitgliederschar zum Rosenmontagszug nach Lengfurt, um die Vereinskollegen der "Schnagge" tatkräftig bei ihrem Umzug zu unterstützen. Ab sofort gehörte, der Faschingsfreitag dem jungen Narrenvolk, denn ich richtete zum ersten Mal eine "Mega-Hit-Party" in der Festhalle aus.
"Männerpower" war angesagt beim ersten Männerballettturnier in Karbach. Auf Anhieb belegten meine Mannsbilder mit ihrem Tanz "Rocky Horror Picture Show" den ersten Platz.
Endlich, nach jahrelangem Hin und Her, wurde mein Zuhause das Vereinsheim, mein "Hüttle", umgebaut und modernisiert. Hier möchte ich mich besonders bei Senator Edmund Liebler und Ehrenpräsident Josef Schwab mit ihrer Truppe bedanken, die sich hierbei tatkräftig engagiert haben.
Es regierte Prinz Martin der I., von Aldi zu Wertheim, einst Ölscheich von Aralien und Prinzessing Tanja die I., aus dem Hause Schack, einst Hofreiterin des Knechts August zur Tenne.
1999
Passend zur Prunksitzung wurde der 1998 begonnene Umbau meines trauten Heims fertiggestellt.
Sehrkurzfristig konnte ich voller Stolz mein Prinzenpaar, Prinz Christian der I., vom Stamme WILL-nicht-heim, und Prinzessin Monika die I., vom Stamme WEIß-nicht-wo-er-ist, präsentieren.
"Prinz Karneval" wurde erstmals nicht mehr im Herrschaftsgebiet der Festhalle beerdigt, sondern am Schützenhaus. Nach diesem doch eher traurigen Unterfangen brachte der 1. Präsident mit seinem "Tiger im Tank" (Tiger-Underwear) die letzten "Hocker" zum Lachen und schuf damit seine "Kurz-vor-Aschermittwoch-Tradition".
2000
Dietmar Bitterer erhielt für seine langjährigen Verdienste in der Fasenacht den "Till von Franken". Auch Mechthild Wiesmann wurde für ihre 25-jähriges Engagement als Trainerin von mir geehrt und erhielt hierfür eine Urkunde.
Für die nächsten zwei Jahre präsentierte ich meinem Publikum die Festhalle dekoriert als überdimensionales UFO.
Ich lud alle meine Mitgleider zu einer Grillfeier am alten Sportplatz ("Teufel") ein.
Als Prinzenpaar regierten Prinz Ralf der I., aus dem hause Schmieds-Manfred und Prinzessin Simone I., aus dem Hause des Bürgermeister Walter.
Auch in diesem Jahr war die Familie Kaufmann aus Tiefenthal nicht vor uns sicher. Diesmal fielen wir sogar noch zum Frühstück bei Engelhardt’s ein.
2001
Susanne Herrmann erorberte als Tanzmariechen die Herzen der Zuschauer. Als erste Frau in Erlenbach erhielt Mechthild Wiesmann für Ihre Verdienste den "Till von Franken".
Mein Showballett, mit dem Tanz "Moulin Rouge", tanzte in ganz Franken und brachte viel Beifall und Begeisterung mit nach Hause. Mit diesem Ballett konnte ich auch über die Grenzen Erlenbachs hinaus beweisen, dass ich mit den "Großen" mithalten kann.
Alle Aktiven tragen ab jetzt einheitliche Trainingsanzüge.
Als Tollitäten in diesem Jahr konnte ich Prinz Bernd den I., jüngster Spros der Roßmann’s, Erbe der Riesen-Rammler und antiker Schätze Erlenbachs mit seiner Lieblichkeit Prinzessin Beate die I., ehemalige Dompteuse der Alpfer Laabfrösch und Beherrscherin des Rossi, präsentieren.
2002
"Russland" war das Thema der diesjährigen Prunksitzung und meine "Jugendgruppe" inszenierte zu diesem Anlass die erste Oper Erlenbachs.
Prinz Martin der II., aus dem Hause der Prözler Ham-Hams, seines Zeichens Kombüsen und Kajüten-Designer der Mee-Schiffer-Flotte und Prinzessing Simone die II., aus dem Hause des Blitze-Willi, ehemalige Rezeptfee des A-Team Mayer, herrschten über meine Narrenschaar.
In Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Marktheidenfeld bewirtete ich den ersten "Blaulichtball" in Erlenbach. Pünktlich an meinem Jahrtag fand ich nach einigen Flaschen meines Lieblingsgetränks (Ramazotti) ein Prinzenpaar für das Jahr 2003.
Tiefenthal und seine Ehrenbürger, die Kaufmanns, erhielten mal wieder Besuch von mir.
2003
Das Publikum der Prunksitzung überraschte ich in diesem Jahr mit dem Motto "Amerika". Als Prinzenpaar wurde, wie 2002 beschlossen, Prinz Thomas der III. aus dem Hause Heiligs’s Bruno, Behüter der Landkreisstraßen und spezialisierter Spezialist des ECV mit seiner Prinzessin Katja der II., Tänzerin aus Blömäuser-City und stolze Besitzerin eines damals schüchternen Linsenspitzers, gekürt.
Beim Marktheidenfelder Faschingszug hielten meine zwei männlichen "Tanzmariechen" die wartende Menge auf Trab und keine Kinderrutsche oder alte Oma war vor ihnen sicher.
Werbach – ein guten Omen: meine Mädels holten im Gardetanz beim diesjährigen Turnier den 9., und 5. und 1. Platz, die Mädels im Showtanz den 2. und 1. Platz.
Im April versuchte sich meine Jugendgarde im Eislaufen als Belohnung für die schweißtreibenden Trainingsstunden.
Souverän behauptete sich meine Vorstandschaft beim Fußballturnier der Linsenspitzer mit einem guten dritten Platz. Auch meine Frauenmannschaft, bestehend aus Mitgliedern der einzelnen Garden und Balletts, bestand mit Bravour ihre Feuertaufe gegen die Frauen der Linsenspitzer und brachte einen viel gefeierten 3:1 Sieg nach Hause.
2004 - Das Jubeljahr
Erstmalig wurde die Tradition gebrochen und kein Silvesterball 2003/2004 veranstaltet.
In einer außerordentlichen Veranstaltung am 03.01. wurde das neue Prinzenpaar an der "Gänseliesel" vorgestellt. Dies sind Prinz Uwe der I. aus dem Geschlechte der Remmschuegg, ehemaliger Burgherr von Rothenfels und Prinzessin Cynthia die I., ihres Zeichens Münchner Kindl aus dem Geschlecht derer Patrona Bavarie.
Auch wenn ich schon 44 Jahre alt bin, bin ich trotzdem noch nicht eingerostet und habe noch immer Sinn für Modernes. Deshalb wurde die Bühne im Jubeljahr nicht auf konventionelle Art gestaltet, sonder als riesiges Graffiti realisiert.
Mein langjähriges Mitglied, ehemaliger Zugmarschall, Bühnenmaler und Wagenbauer Heinz Wiesmann, wurde mit dem "Till von Franken" ausgezeichnet.



